Theaterstück des theaterperipherie im Rahmen der interkulturellen Woche im Wetteraukreis
"Die im Dunkeln" erzählt von sozialer Ausgrenzung.
Das Theaterprojekt erzählt in kurzen Szenen und Monologen vom Stolz der Migranten, die eine Opferrolle verweigern. Dabei geht es auch um die Tricks und den täglichen Stress, den ein Leben in der Unauffälligkeitbedeutet. "Wir wollten kein Klischeetheater machen", so Jonas Abbood. "Wir wollten zeigen, daß diese Illegalen stark sind, dass sie viel auf sich nehmen, um in Deutschland durchzuhalten". "Die Texte sind sehr energiegeladen", sagt Ioannis Ziogos. "Es steckt viel Gefühl drin."
Die Regisseurin Ute Bansemir hat in Calais recherchiert, wo zahllose arme Flüchtlinge ankommen, die nach England wollen. Bansemir war sich zunächst nicht mehr sicher, ob ein Theaterstück überhaupt angemessenen ist, um das Thema zu behandeln. Sie hat sich dafür entschieden, aber für die künstlerische Auseinandersetzung braucht es Abstand: "Ich habe versucht, immer wieder große Distanz einzunehmen", sagt die Regisseurin. "Ein Vorteil ist, dass ich mit den Schauspielern zusammenarbeite, die wieder eine ganz andere Sicht haben, auch, weil sie Jugendliche und junge Erwachsene sind."
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